„Problemlos konnte sich Sibylla Rubens als Cleopatra gegen die Stimmkraft des Liebeswiderparts durchsetzen. Vor allem: Sie sorgte an diesem Abend für die feinen Zwischentöne: vom Herzschmerz über Todessehnsucht bis hin zu geballter Wut. Sie sang das eindringlich, schön und kraftvoll, mit geschmeidigen, blank geputzten Koloraturen und mit sicher und weich erreichter Höhe.“

Verena Großkreutz, „Schlacht verloren, Weib gewonnen“, in: www.stuttgarter-nachrichten.de, 09.09.2018

„Die renommierte Sopranistin Sibylla Rubens sorgte am Sonntag zusammen mit dem Pianisten Carl-Martin Buttgereit für eine wahre Sternstunde der Liedkunst. [...] Die Sängerin hatte zusammen mit ihrem Klavierpartner Raritäten aus der Romantik und Spätromanik aufgespürt. [...] Mit wunderbar heller, klarer, lyrischer Stimme sang Rubens diese bezaubernden Preziosen. In ihrem graziösen, anmutigen Gesang entfaltet die Sopranistin den duftigen poetischen Zauber dieser Lieder, die von Rosen und Schmetterlingen erzählen und neben dem Überschwang der Gefühle auch einen leisen melancholischen Hauch verspüren lassen.“

Roswitha Frey, „Sopranistin Sibylla Rubens und Pianist Carl-Martin Buttgereit bringen den Blüthner-Flügel zum Klingen“, in: www.suedkurier.de/r, 08.05.2018

„Es verschlug einem den Atem, so reich war die Fülle von Liedminiaturen, die Sibylla Rubens als versierte Lied- und Konzertsängerin und Christoph Hammer am Hammerklavier beim Liederabend „Liebe und Schmerz“ im Schaezlerpalais boten. Das europäische Umfeld Mozarts klang in deutscher, englischer, italienischer wie französischer Sprache auf, kleine Genrestücke rückten nahe, machten, um mit Mozart zu sprechen, Pläsier.“

Ulrich Ostermeir, "Amors Pfeil trifft", in: www.augsburger-allgemeine.de, 24.05.2017

„Stilistisch passende vokale Höhepunkte bot die Sopranistin Sibylla Rubens mit Arien aus Händels 'Messias' – höhensicher, lupenrein, stimmschön, und vor allem überzeugend in der Verkörperung des emotionalen Gehalts. Auch wer den englischen Originaltext nicht verstand, ließ sich anstecken von dem mal innigen, mal virtuosen Glück in 'Ich weiß, dass mein Erlöser lebt', 'Erwach’ zu Liedern der Wonne (Rejoice)' und 'Er weidet seine Herde', das sich in jubelnden Koloraturen Bahn brach, honoriert von Bravorufen im Saal.“

Susanne Eckstein, „Rund um ein grünes Cembalo“, auf: swp.de, 16.12.2016

„[…] die als exquisite Lied- und Konzertsängerin bekannte Sibylla Rubens, die ein knappes Stündchen mit Liedern von Robert und Clara Schumann zu einem kleinen „Meisterkurs“ fürs Publikum machte – dem man nur „Mit Staunen und Vergnügen“ (Motto des Liedersommers) zuhören konnte. Hier ist die Rede von jener Perfektion, die so tut, als sei das alles ganz einfach, naturwüchsig sozusagen. Sibylla Rubens perfekt geführter, farb- und nuancenreicher Sopran agiert wie ein Präzisionsinstrument, Gestaltungswille und Stilsicherheit sind auf gleicher Höhe. Opernhafte Zuspitzungen verbieten sich bei soviel werkadäquater Delikatesse von selbst. […] Innig ohne larmoyant zu sein, entschieden, ohne aufzutrumpfen, uneitel und strahlend frisch klingt diese fein lasierte „Frauenliebe“. Wenn ein Wort wie Geschmack in der Kunst nicht so zweideutig belastet wäre, es würde auf Sibylla Rubens Gesangsstil passen.“
Sigrid Feeser, „Liedkunst. Der fabelhafte Start des Kirchheimer Liedersommers“, in: Die Rheinpfalz, 26.07.2016

„Zu Beethovens "Schottischen und Walisischen Liedern" tritt Sibylla Rubens hinzu und verzaubert mit silbrig-schimmernder Stimme, die sich völlig in den Instrumentalklang einbettet.[…] Sibylla Rubens kann aus dem Vollen schöpfen: Ihr stehen alle stimmlichen Mittel scheinbar mühelos zur Verfügung. Vom verführerischen Locken der Meerjungfrau über die charmant-naive Klage der Schäferin und die gespenstische Fahlheit des nächtlichen Wanderers bis hin zur übermütigen Ausgelassenheit des Seemannslieds gelingt ihr alles.“
Sabine Näher, „Verzaubernde Miniaturen“, in: Süddeutsche Zeitung, 09.11.2015

„Die Sopranistin Sibylla Rubens trifft einen geradewegs ins Herz: mühelos, auch in den extremen Höhen, ebenmäßig über alle Lagen und mit einem voll ausgeformten Ton, der trotzdem mit einer feinen Zeichnung versehen, kann man sich an ihrer Stimme nicht satthören.“
Martin Stumpf, „Kleine Änderung mit großer Wirkung. Wenn die alte Konzertgattung „Orgel und Trompete“ neue Sopran-Glanzlichter erhält“, in: FLZ Fränkische Landeszeitung, 07.08.2015

„Für die erkrankte Christine Schäfer war die weltweit gefragte Sibylla Rubens ein überaus vollwertiger Ersatz. Ihre Sopranstimme funkelt wie ein Diamant, nimmt die schwierigen, reich ornamentierten Arien in Bachs geistlichen Kantaten BWV 84 und 199 mit bestechender Geschmeidigkeit und verleiht ihnen Grazie und Herzenswärme. Begeisterter Applaus […].“
Klaus Albrecht, „Sibylla Rubens singt Bach-Kantaten“, in: WAZ/NRZ (Essen), 12.04.2014